Brustdrüsenuntersuchung
Wir sind fit fürs Screening!
Kaum etwas wird in der Öffentlichkeit kontroverser diskutiert als die Vorsorgeuntersuchung der weiblichen Brust. Die Einführung eines Mammographie-Screenings, das heißt die flächendeckende Röntgenreihenuntersuchung aller Frauen zwischen 50 und 70 Jahre auf Brustkrebs, ist politisch beschlossen. Allerdings scheitert dies bislang an den finanziellen Mitteln und der praktischen Umsetzung in den einzelnen Bundesländern. Insbesondere auch im Hinblick auf die geforderte Qualitätssicherung sind wir dafür Geräte- und personalmäßig gerüstet, an dem Screeningprogramm der Frauen teilzunehmen.
Mammographie ist die einzig als wirksam anerkannte Früherkennungsmethode.
Aktuell ist die Röntgenbrustuntersuchung der Frau nur dann Leistung der gesetzlichen Krankenkassen, wenn Beschwerden bestehen. Die Vorsorgemammographie wird nur von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen, wenn Brustkrebs in der Familie der Frau (Mutter, Tochter, Schwester) nachgewiesen wurde oder die untersuchte Frau bereits früher an Brustkrebs erkrankt ist.
Trotz alledem ist die Röntgenvorsorgeuntersuchung der weiblichen Brust gemäß offizieller Leitlinien der medizinischen Fachgesellschaften zur Zeit die einzig wirksam anerkannte Methode zur Früherkennung des Brustkrebses. Die Sonographie (Ultraschalluntersuchung) und die Kontrastmittel-Magnetresonanztomographie sind Zusatzuntersuchungen und als alleinige Methode der Früherkennung ungeeignet.
Besprechen Sie das Thema Vorsorge gerne mit Ihrem Frauenarzt/ärztin. Ihr Arzt wird Sie unterrichten, wie sie ihre Brust selbst untersuchen können und wie oft zusätzliche Untersuchungen notwendig sind.
Für Frauen ohne Risikofaktoren und ohne Auffälligkeiten gilt:
 | ab dem 20. Lebensjahr Anamnese- und Aufklärungsgespräch über Risikofaktoren ab dem 30. Lebensjahr regelmäßige Tastuntersuchung
|  | ab dem 30. Lebensjahr regelmäßige ärztliche Untersuchung, davon abhängig ggf. Mammographie
|  | zwischen dem 40. und 50. Lebensjahr regelmäßige Mammographieuntersuchungen nach Absprache
|  | ab dem 50. Lebensjahr regelmäßige Mammographieuntersuchungen in maximal zweijährigen Abständen. |
Es geht auch ohne Druck!
Die Magnetresonanztomographie der Brust (MR-Mammographie) gibt wertvolle Hinweise, um gutartige Knoten von Brustkrebs zu differenzieren. Die Untersuchung erfolgt in Bauchlage. Ein Zusammenpressen der Brust ist nicht erforderlich. Dies empfinden alle Frauen als angenehmen Vorteil. Die Untersuchung dauert etwa 30 Minuten. Eine intravenöse MRT-Kontrastmittelgabe ist notwendig. Denn der gutartige Knoten unterscheidet sich nur durch sein Kontrastmittelverhalten von einer bösartigen Veränderung.
Leider ist die MR- Mammographie nur in folgenden Ausnahmefällen Regelleistung der gesetzlichen Krankenkassen:
 | wenn Brustkrebs bestanden hat und es um die Unterscheidung zwischen neu aufgetretenem Brustkrebs und Narbe geht
|  | wenn ein bösartiger Lymphknoten operativ entfernt wurde, ohne dass mit anderen Methoden ein Brustkrebs gefunden wurde. |
Unabhängig davon ist es weitaus angenehmer, eine knotige Veränderung schmerzlos durch Magnetresonanztomographie abzuklären, als sich gleich einer Operation zu unterziehen.
Auch in Fällen, in denen die Aussagekraft der Röntgenmammographie eingeschränkt ist, also bei röntgenologisch unübersichtlichen Befunden oder nach Brustaufbauoperation mittels Silikon, ist eine MR- Mammographie von hoch geschätztem Vorteil.
Sprechen Sie uns im Bedarfsfall auf die unterschiedlichen Untersuchungsmethoden an!
Wir geben Ihnen fachgerechte Auskunft, welche Untersuchung für Sie sinnvoll ist.
Die Preise für die Untersuchungspakete Brustvorsorgeuntersuchungen basieren auf der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ):  | körperliche Untersuchung mit Brustultraschall ca. 75 €
|  | mit Mammographie ca. 135 €
|  | mit Brustultraschall und Mammographie ca. 170 €
|  | MR-Mammographie mit Kontrastmittel ca. 730 € |

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